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Entwicklung Gesundheitsstandortes Taunusstein: Versorgung nachhaltig verbessern

Donnerstag, 01. Februar 2018,

Entwicklung Gesundheitsstandortes Taunusstein: Versorgung nachhaltig verbessern

Die SPD-Fraktion geht mit einem Antrag zur Entwicklung des Gesundheitsstandortes Taunusstein in die kommende Sitzung des Stadtparlaments. Bereits mit einem Parlamentsbeschluss aus dem vergangenen November wurden Defizite in der ärztlichen Versorgung in Taunusstein aufgegriffen, teilt Fraktionsvorsitzender Dieter Weiß mit. Der Beschluss reduziere sich jedoch auf die „Aufrechterhaltung und Förderung einer guten ärztlichen Versorgung in Taunusstein“. Das sei angesichts des Rückganges der ärztlichen Versorgung im ländlichen Bereich unter dem Stichwort „Praxissterben“ auch ein dringendes Thema für Taunusstein, führt Weiß weiter aus: „Uns darf nicht das gleiche passieren wie Idstein, wo nach Aussage der Kassenärztlichen Vereinigung eine akute Hausarzt-Unterversorgung drohe.“


Doch neben dem hierbei zu entwickelnden präventiven kommunalen Aktionsplan sei ein weitergehender dringender Handlungsschwerpunkt für die Stadt Taunusstein die Entwick-lung des „Gesundheitsstandortes Taunusstein“, begründet Franziska Hartmann, Mitglied des Sozialausschusses der Stadt den Antrag. „Taunusstein hat sich in den vergangenen Jahren, ohne Standort eines Krankenhauses zu sein, zu einem Schwerpunkt der ärztlichen Versorgung im Kreis entwickelt. Der weitere Ausbau dieser Entwicklung in Taunusstein zu einem Gesundheitsstandort Taunusstein muss jetzt aktiv von der Stadt Taunusstein mit einem eigenen Aktionsplan betrieben werden“, fordert Hartmann.


Bei der Entwicklung des Gesundheitsstandortes geht es für die SPD neben der haus- und fachärztlichen Betreuung auch um den therapeutischen und psychologischen Bereich so-wie um weitere Dienstleister im Gesundheitswesen, aber auch um die Thematik Pflege und Betreuung. Diese sollen als Gesundheitsfachleute in Taunusstein vom Magistrat in die Entwicklung der Konzeption einbezogen werden. „Nur dann bekommen wir auch eine gute Lösung, mit der wir den Standort Taunusstein weiterentwickeln und die Versorgung der Bevölkerung im Gesundheitsweisen nachhaltig verbessern“, ist sich Dieter Jacobi, ebenfalls Mitglied des Sozialausschusses, sicher.


Dass man das Thema Gesundheitsvorsorge aktiv in der Kommunalpolitik aufgreifen muss und dabei keinesfalls nur wirtschaftlich orientierten Interessen unterordnen darf, zeigt nach Auffassung der SPD-Fraktion die aktuelle Diskussion um die Krankenhäuser im Kreis. Wie schnell dabei die Gesundheitsversorgung massiv gefährdet sein kann, sehe man an der drohenden Schließung der Krankenhäuser in Bad Schwalbach und Rüdesheim. Auch das sei ein dringender Grund für die SPD-Fraktion, den Magistrat der Stadt Taunusstein mit der Konzeptentwicklung zu beauftragen. Man hoffe, damit die Position von Taunusstein als regionales Zentrum weiter zu stärken und auszubauen.

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Christoph Droste / pixelio.de