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Ziel muss es sein die Schließung der Klinik in Bad Schwalbach abzuwenden

Mittwoch, 03. Januar 2018,

Ziel muss es sein die Schließung der Klinik in Bad Schwalbach abzuwenden

Als einen Rückschritt der gesamten medizinischen Versorgung in Taunusstein bezeichnet der SPD- Vorsitzende Detlef Faust die androhende Schließung der Helios-Klinik in Bad Schwalbach. „Das Thema wird zu Recht von vielen Taunussteiner Bürgerinnen und Bürgern emotional diskutiert, denn viele von ihnen wären von den Folgen der Schließung negativ und unmittelbar betroffen“, betont der SPD-Vorsitzende in seiner Stellungnahme und verweist auf die Wichtigkeit der erreichbaren Nähe für die ärztliche Grund- und Notfallversorgung in der Stadt Taunusstein.

 

Man könne die gesamte Notfallversorgung einer ländlichen Region, zu der Taunusstein nun mal gehöre, nicht nur auf eine größere Stadt wie Wiesbaden abwälzen, heißt es in der SPD- Presseerklärung. „Oft ist die schnelle Erreichbarkeit eines nahegelegenen Krankenhausen von sehr wichtiger Bedeutung. Für Taunusstein würde dies hauptsächlich negative Auswirkungen für die Stadtteile Bleidenstadt, Seitzenhahn und Watzhahn bedeuten, denn sie liegen geografisch näher an Bad Schwalbach als an Wiesbaden“, gibt Björn Eichenauer, SPD-Vorstandsmitglied, zu bedenken und berichtet von seinen beruflichen Erfahrungen aus der Medizin- und Gesundheitsbranche.

 

Keinerlei Verständnis hat die SPD Taunusstein für die jüngsten Äußerungen der FDP Taunusstein zu den Schließungsplänen und der FDP-Begründung, dass fehlende Routine der Grund für die Schließung des Krankenhauses in Bad Schwalbach sei. „Diese Vorwürfe bringen uns nicht weiter und tragen auch nicht zur Problemlösung bei. Dabei handelt es sich um reine Spekulationen, an denen wir uns nicht beteiligen“, sagte Detlef Faust. Für die SPD ist aber eindeutig klar, dass die Privatisierung im Gesundheitswesen auch in diesem Fall zeige, dass sie nicht zum Wohl der Menschen durchgeführt werde, sondern vielmehr aus finanziellen Beweggründen. „Die Leidtragenden sind die Menschen“, so die SPD. Ebenso auf Verwunderung stößt der FDP-Vorschlag im Falle einer Schließung die Lücke mit dem Notfallvertretungsdienst, den Ärzten vor Ort und den Tageskliniken zu schließen. „Im Falle einer Schließung bleibt uns zwar im Prinzip nichts anders übrig, als den Versuch zu unternehmen, diese Lücke zu schließen. Allerdings gebe ich deutlich zu bedenken, ob diese Lücke überhaupt geschlossen werden kann. Gerade für die Notfallversorgung sind die sogenannten Schockräume von großer Bedeutung, um schwerverletzte Menschen intensiv erstversorgen zu können. Diese Lücke kann nicht von den aufgeführten Institutionen einfach mal geschlossen werden. Auch nicht vom Krankenhaus in Idstein. In diesem Fall bleibt nur noch Wiesbaden“, gibt Detlef Faust zu bedenken.

 

„Die Politik muss nach wie vor das Ziel haben, die Schließung der Klinik abzuwenden“, fordern die Taunussteiner Sozialdemokraten. In den nächsten Tagen und Wochen müsse es viele Gespräche, auf den unterschiedlichsten Ebenen, geben. „Wir wissen, dass das Handlungsfeld der Taunussteiner Politik, bei diesem Thema, nur sehr gering ist. Aber wir werden uns an den Gesprächen beteiligen, auf die Seite der Beschäftigten stellen und für das gemeinsame Ziel, die Schließung noch abzuwenden können, lautstark und intensiv einsetzen“, so Faust abschließend.

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RainerSturm / pixelio.de