SPD unterstützt den BUND Taunusstein



Die Stadt Taunusstein hatte für die Bauerweiterung an der Kleinen Dresdener Straße eine große Anzahl von gesunden Buchen fällen lassen, um den erforderlichen Sicherheitsabstand für die neue Bebauung herzustellen. Die SPD-Fraktion teilt hierzu mit, dass bei allem Verständnis für die Verkehrssicherungsverpflichtung der Stadt Taunus- stein der gewählte Zeitpunkt für diese Arbeiten im Widerspruch zur Festlegung im Bebauungsplan stehe. Nach dem Aufstellungsbeschluss der Stadtverordnetenversammlung sollten die „Baumfällarbeiten außerhalb der Fortpflanzungszeit, also im Winterhalbjahr“ erfolgen.

„Durch diese Maßnahme wurde außerdem ein vorhandener Lebensraum zerstört, der durch die geplante Neugestaltung des Waldrandes im Rahmen der Umsetzung des Bebauungsplanes nur teilweise und natürlich erst in vielen Jahren ersetzen werden kann“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Dieter Weiß. Deshalb will die SPD die Initiative des BUND Taunusstein aufgreifen, die in einem offenen Brief an den Bürgermeister die Baumfällungen kritisiert und einen ökologischen Ausgleich für den entstandenen Schaden gefordert haben.

Durch einen entsprechenden Antrag für die kommende Stadtverordnetenversammlung am 23.09.2021 will sich die SPD-Fraktion darum bemühen, dass so rasch wie möglich eine für alle Seiten akzeptable Lösung für eine geeignete Ausgleichsmaßnahme gefunden wird. „Wir begrüßen es, dass sich eine anerkannte Umwelt- und Naturschutzorga- nisation wie der BUND hier aktiv einbringt und eine konstruktive Zusammenarbeit angeboten hat. Das ist ein gutes Zeichen für eine lebendige Stadtgesellschaft und davon können wir in der Kommunalpolitik nur profitieren“, ergänzt die SPD-Stadtverordnete Karin Staudt-Mehler.

Die SPD will die Angelegenheit auf die Tagesordnung des zuständigen Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt bringen. „Dort sollen die Vorschläge des BUND gemeinsam von Seiten der Kommunalpolitik mit den Vertretern des BUND Taunusstein und der Stadtverwaltung im Sinne einer guten Lösung besprochen werden,“ konkretisiert Weiß den Fraktionsantrag.