Damit Erinnerung in Taunusstein nicht Geschichte wird



„Die beste Versicherung gegen Völkerhass, Totalitarismus, Faschismus und Nationalsozialismus ist und bleibt die Erinnerung an und die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte.“ So steht auf der Seite der Bundeszentrale für Politische Bildung. Gestern, am 27. Januar 2021 jährte sich die Befreiung des KZ Auschwitz zum 76. Mal.


Auch die Taunussteiner SPD setzte deshalb gestern ein Zeichen gegen das Vergessen. Mit 19 weißen Rosen für insgesamt fast 19 Millionen Tote gedachten die Sozialdemokrat*innen der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. „Gerade weil es so lange her ist, ist es uns wichtig, die Erinnerung an diese schrecklichen Ereignisse wachzuhalten“, so Gisela Wendt, SPD-Vorstandsmitglied in Taunusstein. „Besonders in der heutigen Zeit brauchen wir eine lebendige Erinnerungskultur, die auch die jungen Leute daran erinnert, dass so etwas nie wieder passieren darf.“


Erst vor wenigen Wochen hatte die SPD im Taunussteiner Stadtparlament erneut die Verlegung von Stolpersteinen auf die Tagesordnung gebracht. „Demokratie geht nicht ohne Erinnerungskultur und den öffentlichen Bekundungen zur Befassung mit der NS-Vergangenheit müssen jetzt im zweiten Schritt weitere Taten folgen“, erklärte damals der Fraktionsvorsitzende Dieter Weiß. „Es ist längst überfällig, in Taunusstein mit dem Projekt zur Verlegung von Stolpersteinen zu beginnen“.


Schon seit vielen Jahren engagiert sich die SPD für eine lebendige Erinnerungskultur. Jedes Jahr am 09. November – dem Gedenktag der Novemberpogrome – und am 27. Januar erinnern die Sozialdemokrat*innen an die Gräueltaten der Nationalsozialisten und gedenken der Opfer.