Gegen das Vergessen: SPD Taunusstein gedenkt der Nazi-Opfer



Der 9. November ist in der deutschen Geschichte in mehrerlei Hinsicht ein bedeutendes Datum. Neben dem Mauerfall 1989 steht der Tag vor allem für unfassbares Grauen und einen schwarzen Tag in unser aller Geschichte. Am 9. November 1938 gingen überall in Nazi-Deutschland jüdische Einrichtungen, Geschäfte und Synagogen in Flammen auf oder wurden gewaltsam zerstört. „Wir wollen den Tag deshalb zu einem Tag der Erinnerung machen, damit sich solch unvorstellbares Leid nicht wiederholt“, so SPD-Vorstandsmitglied Gisela Wendt. Die SPD Taunusstein wird deshalb am Dienstag, den 9. November, um 11 Uhr an der Gedenktafel am Ehrenmal auf dem Wehener Friedhof weiße Rosen niederlegen und bittet alle Taunussteiner, an diesem Gedenken teilzunehmen.


Der Tag ist für die Taunussteiner Sozialdemokraten aber nicht nur ein Tag des Gedenkens für die Jüdinnen und Juden der damaligen Zeit. Sie wollen mit der Aktion an all diejenigen erinnern, die Opfer des totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus wurden: den Sinti und Roma, den Zeugen Jehovas, der Zwangsarbeiter, der Homosexuellen, der Kommunisten und anders Denkenden, der Kranken und Behinderten und an all diejenigen, die die NS-Ideologie zu Feinden erklärt und verfolgt hatte.


„Wir dürfen einem derartigen System nie wieder Raum geben“, so SPD-Vorsitzender Max Faust. „Auch deshalb ist es so wichtig, dass wir in Taunusstein die Erinnerungskultur leben. Dazu gehört auch das Projekt „Stolpersteine“. Wir müssen die Erinnerung wach halten um den Anfängen zu wehren.“