Dachmarke „Kulturstadt Taunusstein“ soll auf die Tagesordnung der Stadtpolitik



Die SPD Fraktion im Taunussteiner Stadtparlament will das Thema „Kulturstadt Taunusstein“ auf die Tagesordnung der Kommunalpolitik bringen. „Es ist an der Zeit, dass wir jetzt auch im Stadtparlament tätig werden und den Prozess zur Entwicklung der Kulturstadt unterstützen und voranbringen“, erklärt Fraktionsvorsitzender Dieter Weiß.


Ausgangspunkt für die Diskussion über die Situation und den Stellenwert von Kunst und Kultur in Taunusstein war eine beeindruckende Kunstausstellung im Mehrgenerationenhaus Niederlibbach unter dem Titel „Entdeckungsreise - Malerei und Skulptur aus der Region“. In der Folge haben die Initiatoren, die Stadt Taunusstein, der Förderverein Kunsthaus Taunusstein sowie der Dorfverein Niederlibbach in zwei Workshops mit Kunst- und Kulturschaffenden die ehrgeizige Idee entwickelt, eine Dachmarke „Kulturstadt Taunusstein“ zu schaffen.


„Taunusstein ist auf dem Weg zu einem Mittelzentrum der Region, die Entwicklung der Stadt ist dynamisch, aber als Kulturstadt wird Taunusstein trotz einer vielfältigen Szene von Kunst– und Kulturschaffenden nicht wahrgenommen“, gibt Karin Staudt-Mehler, SPD-Vertreterin im für Kultur im zuständigen Ausschuss des Stadtparlaments, eine Einschätzung zur derzeitigen Situation.


An dieser Stelle setzt auch der in den Workshops formulierte Wunsch an, die Kommunikation und die Vernetzung der vielen Freizeitkünstler und professionellen Künstler sowie die Präsentation von Taunusstein als Kulturstandort zu verbessern. So zeigen gerade auch Zuspruch und Erfolg der Musikschule beispielhaft, wie groß das Potential hierfür in Taunusstein ist.


Eine zentrale Rolle in diesem Entwicklungsprozess zur „Kulturstadt Taunusstein“ wäre nicht nur für die SPD eine Heimstatt für die Kulturszene mit Werkstätten für kreatives Arbeiten und Ausstellungsräumen. In der Diskussion wurde hierbei bereits die „Stiftsmühle“ zwischen Bleiden- stadt und Seitzenhahn genannt. Gleichzeitig würde man damit ein über die Grenzen von Taunusstein hinaus bedeutsames kulturhistorisches Objekt erhalten, wie es von der Taunussteiner AGENDA 21 bereits vor einiger Zeit gefordert wurde.


„Natürlich wissen wir, mit was für einem hohen finanziellen Aufwand ein Projekt in dieser Größenordnung verbunden ist. Doch für ein solches Projekt gibt es vielfältige Fördermöglichkeiten und sicherlich auch private Unterstützung, man muss es nur erst mal mit fundierten Fakten angehen“, fordert Weiß die Kommunalpolitik in Taunusstein zum Handeln auf. Dafür soll nach Auffassung der SPD eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden, um eine realistische Einschätzung als Grundlage für die weitere Vorgehensweise zu bekommen.